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17.02.2009

Schlange als ungebetener Gast

Schlange als ungebetener Gast
Mit dem Boom von exotischen Tieren - DEINE TIERWELT hatte hier bei den Blogs berichtet - steigt auch die Zahl der Schlangenliebhaber. Leider passen diese nicht immer so gut auf ihre exotischen Haustiere auf, wie ein Fall aus Goslar in Niedersachsen beweist.

Mit der stärksten Waffe, die sie haben, der Kommunikation, kamen Beamte der Polizei Goslar nämlich Anfang August bei einem Einsatz der besonderen Art nicht zum Ziel. Nach dem Auffinden einer schwarz-weiß-geringelten Kettennatter sorgte ein Fachmann der Schlangenfarm in Schalden dann aber letztendlich doch für einen sicheren Abtransport des Tieres.



Aber von vorne: Eine Anwohnerin hatte die Polizei informiert. In einem Hauseingang war sie auf ein seltenes und für eine Goslarer Wohngegend untypisches Tier gestoßen. Den Beamten erklärte sie, dass die von ihr gesichtete Schlange sich in ein Fallrohr an der Hauswand verkrochen hatte. Weder die freundliche Ansprache der Beamten noch die Neugier trieb das Tier wieder hervor. Da nicht bekannt war, ob die Schlange giftig oder gefährlich ist, holten die Beamten den Betreiber der Schlangenfarm aus Schladen zu Hilfe. Dieser erkannte sofort eine Kettennatter. Sie ist nicht giftig, stammt ursprünglich aus Amerika und darf nach Auskunft des Fachmannes ohne Genehmigung gehalten werden. Mit einem gekonnten Griff nahm er die Schlange auf und transportierte sie ab.

Dass eine Schlange mitten in Deutschland für Wirbel sorgt geschieht übrigens öfter als ihr euch denken könnt.
In ihrem Garten in Veitsaurach bei Windsbach hatte eine 40-Jährige kürzlich zum Beispiel eine rund 1,5 Meter lange Schlange festgestellt. Diese verhielt sich bei Annäherung äußerst aggressiv. Da die Giftigkeit des Reptils nicht sicher einzuschätzen war, wurde sie von den Beamten mit verschiedenen Gartengerätschaften, wie Schaufel und Besen, so lange in Schach gehalten, bis der Inhaber einer Ansbacher Zoohandlung eintraf und das Tier einfing. Dabei musste er einen schmerzhaften Biss einstecken.

Glücklicherweise erwies sich die ausgewachsene Schlange beim näheren Hinsehen als ungiftig. Es handelte sich um eine Königsnatter. Ende gut alles gut? Stimmt nicht ganz. Es gibt nämlich noch einen Bericht der Marburger Polizei von Ende Mai, der sich ebenfalls gewaschen hat und eine Schlange als "Hauptperson" beinhaltet.
Eine ausgebüchste Tigerpython beschäftigte nämlich Polizei und Feuerwehr in Marburg für einige Stunden.



Experten gelang es später, die Schlange mit einer Kamera zu sichten und einzufangen. Ein besorgter Anwohner hatte die Polizei über eine kriechende Schlange auf einem Gehweg in der Straße informiert. Bei Eintreffen der Beamten hatte sich das Reptil in einem Regenablauf verkrochen. Durch ein Schlupfloch gelangte das Tier weiter in den Kanal und war nicht mehr zu sehen. Mit der Kamera eines Dienstleistungsunternehmens aus Marburg gelang es dann kurz vor Mitternacht endlich, das Reptil erneut zu sichten. Reptilexperten der freiwilligen Feuerwehr lockten das Tier ins Freie und fingen es letztendlich ein.

Durch Ermittlungen vor Ort wurde bekannt, dass das Tier einem 19-jährigen Anwohner gehören soll. Da der junge Mann nicht angetroffen werden konnte und es Hinweise auf weitere Schlangen gab, öffneten die Beamten die Wohnung. Hier fanden die eingesetzten Kräfte zwei weitere - ebenfalls nicht giftige - Python Würgeschlangen vor. Auch diese Schlangen fingen die Experten ein. Wie letztendlich einer Schlange die Flucht aus der Wohnung gelang, konnte abschließend noch nicht geklärt werden. Vermutlich gelangte sie durch ein gekipptes Fenster ins Freie.

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