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17.02.2009

Schlaue Netze

Schlaue Netze
Der WWF prämiert umweltschonende Fischere-Techniken und fördert ihren Einsatz. Zum Beispiel abgerundete Haken, die in der Langleinen-Fischerei den Beifang von Meeresschildkröten um 90 Prozent verringern. Oder den Einsatz von kleinen Magneten, die Haie abschrecken. www.emartgear.org

Schutz von Kaltwasserkorallen
Der WWF setzt sich für ein Verbot zerstörerischer Fischereimethoden ein. In besonders empfindlichen Lebensräumen wie Korallenriffen muss die Fischerei zum Beispiel mit Grundschleppnetzen eingeschränkt oder verboten werden.

WWF-Verbrauchertipp
Von Schollen, Seezunge und Hummer rät der WWF ab. Diese Fische werden mit Methoden gefangen (und zubereitet) die die Meeresumwelt zerstören und an Tierquälerei grenzen !
http://www.wwf.de/fisch

Fischfarmen: Zu Tode gemästet
Fischfarmen (auch: "Aquakulturen") werden häufig als Königsweg aus der Fischereikrise und als Antwort auf die angesichts der wachsenden Weltbevölkerung steigende Nachfrage nach Fisch betrachtet. Fischfarmen sind ein boomendes Geschäft mit einem Jahresumsatz von 56 Milliarden Euro und hohen Wachstumsraten. China hat einen Anteil von 70 Prozent an der Weltproduktion von Farmfisch. Fast 19 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte wurden 2005 in marinen Aquakulturen erzeugt.

Doch die Meere und viele bedrohte Arten leiden unter den Folgen der weltweit wachsenden Fischfarmen: Fischfarmen tragen zur Plünderung der Ozeane bei, denn sie verfüttern selbst große Mengen Wildfisch.

Ein Drittel der weltweiten Fangmenge wird für die Produktion von Fischmehl und ?öl eingesetzt. Fischmehl und ?öl wiederum werden hauptsächlich in Fischfarmen verfüttert. Für ein Kilo Tunfisch werden bis zu 22 Kilo Wildfisch verfüttert, für ein Kilo Lachs immerhin vier Kilo. Typische Futterfische wie Anchovis, Sardinen, Hering und Wittling sind mittlerweile bis an ihre Grenzen befischt oder bereits überfischt.

Für Fischfarmen werden wertvolle Lebensräume zerstört. In Asien und Lateinamerika wurden großflächig Mangrovenwälder für Shrimps-Farmen abgeholzt.

In Ecuador wurden 70 Prozent der Mangroven zerstört ? hauptsächlich für Aquakulturen.

Dass zwischen 1995 und 1998 drei Viertel der heimischen ausgewachsenen Sardinen einer Virus-Epidemie zum Opfer fielen.

In Fischfarmen werden häufig lebensraumfremde Arten gezüchtet. Entkommen sie, so verdrängen sie einheimische Arten. So breitet sich die Pazifische Auster im deutschen Wattenmeer auf Kosten der Miesmuschel aus.

Häufig verhindern die wirtschaftlichen Interessen der Aquakultur-Betreiber die Einrichtung von Meeresschutzgebieten in artenreichen Lebensräumen wie Mangroven, Flussmündungen oder Buchten.

Über die Fischfarmen gelangen Nährstoffe ins Meer, die zu Algenblüten und Sauerstoffmangel führen. Immer wieder werden Chemikalien eingesetzt ? zum Beispiel Antibiotika oder Anti-Bewuchsmittel wie Kupfer. Für Krebse und Weichtiere ist das ein giftiger Cocktail, dessen Langzeitfolgen unbekannt sind.

Fischfarmen führen zur Ausbreitung von Krankheiten oder Viren. Zur Fütterung von Tunfisch in australischen Aquakulturen importierte Sardinen waren vermutlich die Ursache dafür,

Edel-Tunfisch gemästet Ein relativ neues Phänomen sind Anlagen, in denen wild gefangener Fisch gemästet wird. Davon ist zum Beispiel der extrem bedrohte Rote Tunfisch im Mittelmeer betroffen. Jungtiere werden wild gefangen und in Käfigen entlang der Küste aufgepäppelt ? allein 2004 waren es 22.500 Tonnen Roter Tun. Die Aquakultur erhöht so den Druck auf einen der am stärksten bedrohten Fischbestände der Welt. Den Aufbau dieser tödlichen Industrie hat die Europäische Union mit 20 Millionen Euro subventioniert. Roter Tun ist ein Edelfisch und erzielt Spitzenpreise. Er wird vor allem in Japan, aber auch in Europa und in den USA für Sushi verwendet.

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