Free counter and web stats

18.02.2009

Schwäbisch-Hällisches Landschwein

Schwäbisch-Hällisches Landschwein
Das Schwäbisch-Hällische Landschwein bzw. Schwäbisch-Hällische Schwein (SH) ist eine alte Hausschweinrasse mit Verbreitungsschwerpunkt im Nordosten Baden-Württembergs, insbesondere dem namengebendem Landkreis Schwäbisch Hall. Eber werden 90 cm groß und 275-350 kg schwer, Sauen 80 cm und 222-275 kg. Kopf, Hals und Hinterbeine sind schwarz, Vorderbeine und Körper sind nicht pigmentiert. Das Aussehen der Tiere bedingt auch die verbreitete umgangssprachliche Bezeichnung als "Mohrenköpfle".



Geschichte
Der württembergische König Wilhelm I. führte 1820 zur Förderung der Landwirtschaft chinesische Maskenschweine ein, durch deren Kreuzung mit einheimischen Rassen die Schwäbisch-Hällischen Schweine entstanden. Auch die anderen europäischen Sattelschweinerassen entstanden auf ähnliche Weise. Farbliche Kennzeichen sind der schwarze Kopf und das schwarze Hinterteil. Die Abgrenzung erfolgt durch einen Säumungsstreifen, bei dem weiße Haare auf schwarz pigmentierter Haut sind.



Die erste Züchtervereinigung wurde 1925 gegründet. Durch ihre hohe Fleischqualität und sehr guten Muttereigenschaften waren noch im Zweiten Weltkrieg im Landkreis Schwäbisch Hall fast 100 Prozent aller Schweine Schwäbisch-Hällische. Weil aber sein Fleisch nach dem Krieg dem Wunsch des Verbrauchers nach magerem Fleisch nicht entsprach, wurde es von anderen Rassen verdrängt. Anfang der Achtzigerjahre galt es sogar schon als ausgestorben. Engagierte Landwirte begannen 1984 mit nur sieben reinrassigen Sauen und einem Eber eine neue Zucht. In Schwäbisch Hall wurde 1986 die Züchtervereinigung Schwäbisch-Hällisches Schwein gegründet. Die größten Erfolge waren die mehrmaligen Bundessiege für die beste Fleischqualität bei der Internationalen Grünen Woche Berlin.



Im Jahr 2007 wird das Schwäbisch-Hällische Landschwein in über 1000 Betrieben gehalten. Zusammengeschlossen sind sie in der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall sowie im "Schweinezuchtverband Baden-Württemberg". Die Aufzucht und Mast geschieht nur mit Futter aus der Umgebung, ohne Masthilfsstoffe und ohne gentechnisch verändertes Futter. Das mit diesen Tieren im Qualitätsfleischprogramm der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall erzeugte Fleisch ist als Herkunftsbezeichnung g.g.A. europaweit geschützt.

Weblinks
Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall
http://www.besh.de/

Bilder vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein
http://www.aid.de/landwirtschaft/tierspecial/schweinerassen/schwaeb.htm

Vieh-EV.de
http://vieh-ev.de/Rassen/Schweine/schwaebisch-hallisches.html

Wissenschaftlicher Artikel zur Nachhaltigen Schweinezucht beim SH Schwein
http://orgprints.org/12923/

Schutz nach der Europäischen Spezialitätenverordnung
http://www.geo-schutz.de/deutsche_produkte/_download/Schwaeb%20Haell%20Schwein%2004%2006.pdf

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen




Shop Kontakt Newsletter Linkliste Tierfreunde Nord Forum/Community -Tierheim ! Literatur-Tipps Himmlisch-gut.de Tiertafel Global 2000: Die Gebirge Europas + Das Mittelmeerbecken + Die Seen des grossen afrikanischen Grabenbruchs + Die Akaziensavanne Ostafrikas + Das Kongobecken + Die Kappellen + Die Wälder Madagaskars + Die Regenwälder der Malediven, Lakkadiven und Chagos-Inseln + Die Savannen und Grasländer des Terai-Duar + Die Wälder der Sundarbans + Die Sumpfwälder Borneos + Die Daurische Steppe + Die Sibirische Taiga + Das Bering-Meer + Die Wüste im Nordwesten Australiens + Das Great Barrier Reef + Die Wälder Neukaledoniens + Die Wälder der Haweii-Inseln + Die Osterinseln + Die Galapagos-Inseln + Die Prärien Nordamerikas + Die Chihuahua-Wüste + Die grossen Antillen: Kuba + Die Los-Llanos-Savanne in Kolumbien und Venezuela + Das Amazunasbecken + Die Patagonische Steppe + Die antarktische Halbinsel und das Wedell-Meer