
Seltene Leopardenart im indonesischen Teil Borneos entdeckt
Eine neue Population der seltenen "bewölkten" Leoparden wurde im dichten Urwald auf der indonesischen Hälfte Borneos gesichtet.
Eine neue Population der seltenen "bewölkten" Leoparden wurde im dichten Urwald auf der indonesischen Hälfte Borneos gesichtet. Die Leoparden haben ein Fellmuster aus großen, wolkenförmigen Flecken, das ihnen zu ihrem Namen verhalf.
Die automatische Kamera-Installation im Sebangau-Nationalpark in der Provinz Zentral-Kalimantan hat Fotos von zwei erwachsenen männlichen Tieren gemacht, die in einer von Rodungen geschädigten Gegend auftauchten. Die Forscher der Wildlife Conservation Research-Einheit der Oxford-Universität und der indonesischen Pangkalan Raya-Universität bestätigten, dass die gefährdete Leopardenart in dem Park lebt. Der WWF schätzt, dass es zwischen 5.000 und 11.000 bewölkte Leoparden auf Borneo und weitere 3.000 bis 7.000 auf Sumatra gibt.
Die Leoparden sind die größten Raubtiere auf der Insel Borneos und für Wissenschaftlerin Susan Cheyne "ein guter Indikator für die Gesundheit des Urwalds. Raubkatzen brauchen Beute und die Beute - Rehe, Makaken und Borstenschweine - brauchen den Urwald." Außerdem sagt sie: "Dass diese Tiere in einem ehemaligen Rodungsgebiet überleben, bedeutet hoffentlich, dass die Art sehr widerstandsfähig ist."
Die Entdeckung allein bietet allerdings nur wenige Informationen über die Tiere. "Mit mehr Zeit und Fotographien können wir anfangen, einzelne Tiere zu identifizieren; feststellen, vor welchen Kameras sie auftauchen, also in welchem Gebiet sie sich aufhalten und ob sich ihr Lebensraum möglicherweise mit dem von kleineren Raubkatzen überschneidet", erklärt Cheyne weiter. Dadurch können langfristig Aussagen über das Verhalten und die Verteilung der Raubkatzen getroffen werden.
Die Urwälder der indonesischen Hälfte Borneos weist eine der weltweit größten Artenvielfalt auf - jedoch bedroht von Abholzung und Ölpalmplantagen, die zumeist illegal sind.
Quelle: Antara News, 25. August 2008; Deutsche Übersetzung und Bearbeitung: Jana Jäger




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