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18.02.2009

Shagya-Araber



Shagya-Araber ist eine Pferderasse. Der Shagya-Araber ist eine weitgehend auf Vollblutarabern aufgebaute, eigenständige Rasse, die mehr Größe, Substanz und Reitpferdepoints aufweist als sein kleinerer und zierlicherer Bruder, der Vollblutaraber. Entwickelt wurde diese Rasse im 19. Jahrhundert in den Ländern der K.u.k.-Monarchie, insbesondere im heutigen Ungarn, Rumänien und der Tschechoslowakei.

Exterieur
Der Kopf ist klein, markant und trocken mit gerader bis konkaver Stirnlinie und weit auseinander liegenden, dunklen Augen. Die Ganaschen sind breit und weit auseinander liegend, die Nüstern groß, elastisch und erweiterungsfähig. Der Hals ist edel, lang und nach oben gewölbt, weist eine leichte Kehle auf und geht in eine schräge Schulter über. Der Widerrist ist ausgeprägt und bietet eine gut Sattellage, der Rücken ist mittellang bei ausreichender Brusttiefe. Der Körper ist gut bemuskelt, die Kruppe lang und leicht geneigt. Der Schweif ist hoch angesetzt und wird erhaben getragen. Fell und Deckhaar sind fein und seidig und unterstreichen den Adel der Rasse. Das Fundament ist trocken, zum Körperbau passend und weist korrekte, große Gelenke bei mittellangen Fesseln und wohlgeformten Hufen auf.

Interieur
Für seinen Einsatzzweck als leistungsbereites Reit- und Fahrpferd für Sportzwecke jeder Art weist der Shagya-Araber einen umgänglichen und unkomplizierten, dabei jedoch einsatzfreudigen, leistungsfähigen und nervenstarken Charakter auf. Er zeigt ein ausgeglichenes und gelassenes Temperament und macht einen intelligenten und wachen Eindruck.

Die Verwendung:
Früher dienten Shagya-Araber in der Armee als Offizierspferde, zogen Kutschen und wurden für die Zucht als Veredler in die ganze Welt verkauft. Heute werden sie vielseitig im Reitsport eingesetzt. Sie eignen sich hervorragend als Wander- und Distanzreitpferde. Ihre vielseitige Veranlagung prädestiniert sie für den Vielseitigkeitssport, wobei sie ihre Härte, ihr Galoppiervermögen und ihre Ausdauer insbesondere in der Geländeprüfung ausspielen können. Aber auch in der Dressur, im Springen und als Zugpferde vor leichten Wagen, für die Jagd mit der Meute und als Freizeitpferde sind sie gut geeignet.

Die Zuchtgeschichte



Die Pferderasse der Shagya-Araber erhielt ihre Bezeichnung nach dem gleichnamigen Vollblutaraber Apfel-Honig-Schimmel Shagya, der als Begründer der Rasse gilt.

Der 1830 geborene Hengst Shagya wurde 1836 von Baron von Herbert für 1800 Gulden von dem Beduinen-Stamm der Bani Saher in Syrien erworben. Er wurde 1837 nach Ungarn in das Staatsgestüt Bábolna gebracht und dort zur Zucht eingesetzt bis er dort 1842 verendete. Der Hengst hatte ein Stockmaß von beinahe 160 cm. Fürst Hermann von Pückler-Muskau beschrieb ihn 1839 bei einem Besuch des Gestüts als einen "kraftvollen, gut bemuskelten, dabei sehr edlen Hengst".[1]

In Folge wurden Shagya-Araber aus dem Stamm Shagyas auch in den Staatsgestüten Mezöhegyes, Radautz, Piber und Topolcianky gezüchtet. Dabei wurde der Shagya-Stamm durch weitere Stämme wie Gazal, O'Bajan, Kemir, Siglavy Bagdady usw. bereichert.

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