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18.02.2009

Spargelartige



Spargelartige (Asparagales) sind mit den Lilienartigen (Liliales) in der Flora Mitteleuropas die wichtigste Ordnung innerhalb der Unterklasse der Lilienähnlichen (Liliidae) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Liliopsida).

Beschreibung
Es sind meistens mehrjährige krautige Pflanzen oder Sukkulenten. Die krautigen Taxa haben oft Speicherorgane (Zwiebeln oder Rhizome). Bei den Asparagales kommen Sukkulenten vor, bei den Liliales nie. Die Blütenstände sind meist traubig. Die Blüten sind dreizählig. Die Früchte sind in Fächer gegliederte Kapseln mit schwarzen Samen oder Beeren. Oft enthalten die Zellen Kristallsand in Form von Raphiden, das sind nadelfeine Kristalle (aus Calciumoxalat).

Systematik
Zur Ordnung der Spargelartigen (Asparagales) gehören 16 bis 24 Familien mit 1122 Gattungen und über 26000 Arten:

Schmuckliliengewächse (Agapanthaceae): Mit einer einzigen Gattung:
Agapanthus: Mit etwa neun Arten nur in der Capensis. Es sind große krautige Pflanzen mit großen Blüten und oberständigen Fruchtknoten.
Agavengewächse (Agavaceae): Mit fast weltweiter Verbreitung: Es gibt etwa 23 Gattungen und etwa 637 Arten. Viele Taxa sind sukkulent.
Zwiebelgewächse (Alliaceae): Die Familie wird gegliedert in drei Unterfamilien und 13 Gattungen mit fast 800 Arten. Es sind Geophyten.
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae): Mit 59 Gattungen und über 800 Arten. Es sind Geophyten.

Binsenliliengewächse (Aphyllanthaceae): Mit nur einer monotypischen Gattung:
Aphyllanthes: Mit der einzigen Art:
Binsenlilie: Aphyllanthes monspeliensis: Die Heimat dieser xerophytischen Art ist der westliche Mittelmeerraum. Sie blüht blau.
Spargelgewächse (Asparagaceae): Mit nur zwei Gattungen und 165 bis fast 300 Arten. Die meisten Arten haben eine Verbreitung in der Alten Welt. Als Überdauerungsorgane haben viele Arten Rhizome.
Affodillgewächse (Asphodelaceae): Es gibt etwa 15 Gattungen mit etwa 785 Arten. Viele Arten sind Geophyten oder Sukkulente. Die meisten Arten gibt es in Afrika besonders in der Capensis.
Asteliaceae: Mit zwei bis vier Gattungen und etwa 36 Arten. Viele der Arten haben Rhizome. Die meisten Arten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Das Areal ist disjunkt.
Blandfordiaceae: Mit nur einer Gattung:
Blandfordia: Mit nur vier Arten im östlichen Australien.
Boryaceae: Mit nur zwei Gattungen und zwölf xerophytischen Arten in Australien.
Doryanthaceae: Mit nur einer Gattung:



Speerblumen (Doryanthes): Mit nur zwei Arten im östlichen Australien. Es sind sehr große mehrjährige krautige Pflanzen mit Knollen. Der Fruchtknoten ist unterständig.
Tagliliengewächse (Hemerocallidaceae): Mit 19 Gattungen und etwa 85 Arten.
Hyazinthengewächse (Hyacinthaceae): Mit 41 bis 70 Gattungen mit 770 bis 1000 Arten. Es sind Geophyten oft mit Knollen als Überdauerungsorganen.
Hypoxidaceae: Mit sieben bis neun Gattungen und 100 bis 220 Arten. Besonders viele Arten gibt es in Afrika.
Schwertliliengewächse (Iridaceae): Die Familie wird gegliedert in drei Unterfamilien und 67 Gattungen mit etwa 1870 Arten. Arten gibt es fast weltweit. Der Fruchtknoten ist unterständig.
Ixioliriaceae: Mit nur einer Gattung:
Ixiolirion: Mit nur drei Arten von Ägypten bis Zentralasien. Die Blüten sind blau. Der Fruchtknoten ist unterständig.
Lanariaceae: Mit nur einer monotypischen Gattung:
Lanaria: Mit der einzigen Art:
Lanaria plumosa: Die Heimat ist die Capensis. Sie haben ein vertikales Rhizom. Der Fruchtknoten ist unterständig.
Laxmanniaceae: Mit 14 bis 15 Gattungen und etwa 178 Arten. Besonders viele Arten gibt es in Australien.
Orchideen (Orchidaceae): Diese große Familie wird gegliedert in fünf Unterfamilien und etwa 880 Gattungen mit fast 22000 Arten. Es sind meist mehrjährige, krautige Pflanzen mit Mycorrhiza. Die Blütenstände sind meist traubig. Die meist zwittrigen Blüten sind zygomorph. Die sechs Blütenhüllblätter sind frei und meist verschiedengestaltig. Man kann meist Sepalen und Petalen unterscheiden. Meist ist ein Labellum vorhanden. Es sind nur drei Staubblätter vorhanden. Der Fruchtknoten ist unterständig.
Mäusedorngewächse (Ruscaceae): Mit 26 Gattungen und etwa 475 Arten. Die meisten Arten haben ihre Heimat auf der Nordhalbkugel.
Tecophilaeaceae: Mit neun Gattungen und etwa 23 Arten. Das Areal ist disjunkt.
Themidaceae: Es sind Geophyten. Die Blütenstände sind doldig. Es sind nur drei verwachsene Staubblätter vorhanden. Der Fruchtknoten ist oberständig. Es werden Kapselfrüchte gebildet.
Grasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae): Mit nur einer Gattung:
Grasbäume (Xanthorrhoea): Mit etwa 30 Arten in Australien. Sie haben einen baumförmigen Wuchs mit grasartigen Blättern. Die Blütenstände sind meist lang; die Blüten sind klein. Sie bilden Kapselfrüchte.
Xeronemataceae: Mit nur einer Gattung:
Xeronema: Mit nur zwei Arten in Neuseeland (Poor Knights Islands) und Neukaledonien. Es sind große, mehrjährige, krautige Pflanzen mit Rhizomen. Sie haben sehr große radiärsymmetrische Blüten.

Quellen
Die Ordnung der Asparagales bei der APWebsite. (engl.)
http://www.mobot.org/MOBOT/Research/APweb/orders/asparagalesweb.htm#Asparagales
http://www.mobot.org/MOBOT/Research/APweb/welcome.html

Commons: Spargelartige � Bilder, Videos und Audiodateien
http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Asparagales?uselang=de

Die Unterklasse erklärt von der Uni-Hamburg. (deutsch)
http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d53/53b.htm

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