Free counter and web stats

18.02.2009

Stellers Seekuh



Stellers Seekuh, Stellersche Seekuh oder Riesenseekuh (Hydrodamalis gigas), früher auch Borkentier genannt, ist eine ausgestorbene Seekuh des nördlichen Pazifik. Sie wurde 1741 vom deutschen Arzt und Naturwissenschaftler Georg Wilhelm Steller erstmals wissenschaftlich beschrieben, nachdem das Expeditionsschiff Vitus Berings an der heute nach ihm benannten Beringinsel vor Kamtschatka gestrandet war. Zu der Zeit gab es vermutlich nur noch etwa 2.000 Exemplare bei der Beringinsel und der benachbarten Kupferinsel. Das letzte Tier der Art wurde vermutlich 1768 von Pelztierjägern bei der Beringinsel erschlagen.

Merkmale
Heutige Kenntnisse beruhen auf den akribischen Beschreibungen Stellers und einer Reihe von Skeletten in verschiedenen Museen.

Das Tier wurde bis 8 Meter lang und etwa 4 Tonnen schwer. Die Zähne waren völlig zurückgebildet; das Tier zerrieb seine Seetang-Nahrung zwischen zwei hornigen Kauplatten. Die Vorderarme endeten in verkümmerten Mittelhandknochen, Fingerknochen hatte das Tier nicht mehr. Von den hinteren Extremitäten waren zwei verkümmerte Beckenknochen geblieben. Das Tier hatte eine quergestellte, gegabelte Schwanzflosse von fast 2 Metern Breite. Die Haut war mehrere Zentimeter dick und hatte eine rindenartige Konsistenz, daher auch der Name Borkentier. Die Farbe war dunkelbraun.

Als einzige in historischer Zeit lebende Seekuh war diese Art ein Bewohner von Kaltwasser. Im Beringmeer waren Algen die Nahrung der Stellerschen Seekuh. Die Zähne waren in Anpassung an diese weiche Nahrung vollkommen zurückgebildet; die Zerkleinerung der Nahrung wurde allein von dem mit Hornplatten ausgekleideten Gaumen übernommen. Die vorderen Ruderflossen waren gegenüber denen anderer Seekühe stark verkleinert.



Evolution
Vermutlich als Folge einer Erdabkühlung vor etwa 20 Millionen Jahren bildete sich ein Nebenzweig der Gabelschwanzseekühe heraus, die Hydrodamalinae. Im Miozän war die Gattung Dusisiren, die diese Unterfamilie repräsentierte, im Pazifik weit verbreitet. Aus dem Pliozän und Pleistozän sind drei Arten der Gattung Hydrodamalis bekannt, deren Entwicklung in der Stellerschen Seekuh endete.

Verbreitung
Die Stellersche Seekuh bewohnte einst die Küsten des nördlichen Pazifik von Mexiko über die Aleuten bis Nordjapan. Möglicherweise trieb sie die Bejagung durch Menschen an den unwirtlichen Rand ihres Lebensraums, wo sie nach der Entdeckung durch Berings Crew in nur 27 Jahren durch exzessive Bejagung ausgerottet wurde.



Exponate
Während weltweit noch etwa 20 Skelette existieren, sind nur zwei Hautstücke der Stellerschen Seekuh bekannt. Eines davon liegt im Zoologischen Museum St. Petersburg, das andere wird im Überseemuseum Bremen gezeigt. Skelette sind im deutschsprachigen Raum im Japanischen Palais des Museums für Völkerkunde Dresden (auch ein Modell), im Naturhistorischen Museum in Braunschweig sowie im Naturhistorischen Museum in Wien zu sehen. Im Museum am Rosenstein in Stuttgart befinden sich ein Schädelabguss und ein kleines Modell.

Weblinks
Commons: Stellers Seekuh � Bilder, Videos und Audiodateien Übersichtsseite zu Stellers Seekuh Hydrodamalis gigas in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2007. Eingestellt von: World Conservation Monitoring Centre, 1996. Version vom 11. Mai 200 Euro Kategorien: Seekühe | Neuzeitlich ausgestorbenes Säugetier

http://commons.wikimedia.org/wiki/Hydrodamalis_gigas?uselang=de
http://www.hans-rothauscher.de/steller/steller_d.htm
http://www.redlist.org/search/details.php?species=10303
http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Seek%C3%BChe
http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Neuzeitlich_ausgestorbenes_S%C3%A4ugetier

Das lezte Geleid

Herr, wir können noch nicht fassen, was geschehen ist. Du hast unsere Tiere mitten aus ihrem Leben abberufen. Sie waren nicht darauf gefasst, so plötzlich aus diesem Leben Abschied zu nehmen - Erbarme dich Ihrer !

Wir können uns noch nicht vorstellen, wie es weitergehen soll. Hilf uns, dass wir auch im Unglück deine Güte erkennen, die durch das Leiden nicht in den Untergrund führt, sondern zur Vollendun.

Stärke unseren Glauben und Festige unsere Liebe zu dir. Erbarme dich unser und erbarme dich Ihrer.

Wir bitten dich für das Getier dieser Welt, lass sie nicht verzagen oder bitter werden. Hilf ihnen, ihren Weg weiter zugehen und zu finden.

Lass sie mitten im Tod an das Leben glauben, an Christus, der unser Leben ist. Hilf uns, ein ander zu lieben, wie Du uns liebst. Erbarme dich unser und gib uns deinen Frieden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen




Shop Kontakt Newsletter Linkliste Tierfreunde Nord Forum/Community -Tierheim ! Literatur-Tipps Himmlisch-gut.de Tiertafel Global 2000: Die Gebirge Europas + Das Mittelmeerbecken + Die Seen des grossen afrikanischen Grabenbruchs + Die Akaziensavanne Ostafrikas + Das Kongobecken + Die Kappellen + Die Wälder Madagaskars + Die Regenwälder der Malediven, Lakkadiven und Chagos-Inseln + Die Savannen und Grasländer des Terai-Duar + Die Wälder der Sundarbans + Die Sumpfwälder Borneos + Die Daurische Steppe + Die Sibirische Taiga + Das Bering-Meer + Die Wüste im Nordwesten Australiens + Das Great Barrier Reef + Die Wälder Neukaledoniens + Die Wälder der Haweii-Inseln + Die Osterinseln + Die Galapagos-Inseln + Die Prärien Nordamerikas + Die Chihuahua-Wüste + Die grossen Antillen: Kuba + Die Los-Llanos-Savanne in Kolumbien und Venezuela + Das Amazunasbecken + Die Patagonische Steppe + Die antarktische Halbinsel und das Wedell-Meer