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16.02.2009

Strandungen

Strandungen

Strandungen von Walen und Delfinen sind kein neues Phänomen. Es stranden sowohl lebende als auch tote Tiere. Die Erklärungen für Wal- und Delfinstrandungen gehen weit auseinander, wobei bestimmte Faktoren die eine oder andere Theorie unterstützen.



Manche Tiere sterben und werden an den Strand gespült, andere stranden lebend und manche geraten in seichtes Wasser, von wo aus sie nicht mehr ins Meer zurückgelangen. Lebende Tiere können einzeln oder in einer Gruppe stranden und auch wenn hin und wieder ein Tier alt oder krank ist, sind viele Tiere gesund.

Einige Arten dürften häufiger stranden als andere, in Neuseeland zählen dazu z.B. Pilotwale, die oft in Gruppen von Hunderten Tieren stranden.

Die WDCS macht sich für die Rettung gestrandeter Meeressäuger in Großbritannien und zahlreichen anderen Ländern stark. In Neuseeland haben wir viele Jahre „Project Jonah“ unterstützt, das in den letzten Jahrzehnten Tausende gestrandete Wale und Delfine retten konnte. Außerdem wurde dort auch eine Methode zur Rettung lebender Tiere entwickelt, die auf dem Gebiet der Hilfeleistung für gestrandete Meeressäuger neue Maßstäbe gesetzt hat. Die WDCS hat die Ausrüstung, die u.a. auch von „Project Jonah“ verwendet wird, in Großbritannien eingeführt. Die Pantoons – eine Kombination aus Schlauchboot und aufblasbaren Bojen – und anderes Equipment werden heute an strategisch günstigen Orten an der gesamten Küste Großbritanniens von den RetterInnen der „British Divers Marine Life Rescue“ für Einsätze bereit gehalten.

Die WDCS unterstützt auch Organisationen zum Schutz von Meeressäugern in Südamerika. Diese NGOs – wie z.B. ACOREMA in Peru und Fundacion Cethus in Argentinien – zählen zu den Fachleuten vor Ort, wenn Strandungen passieren. Außerdem war die WDCS an der Rettung bedrohter Ganges-Flussdelfine in Asien beteiligt. Erfahrene WissenschafterInnen der WDCS setzten ihr ganzes Wissen und Können ein, um die Tiere zu retten.

Warum stranden Wale und Delfine?

Wale und Delfine, die lebend stranden, befinden sich meistens in akuter Lebensgefahr. Sie sind an Land nicht lange überlebensfähig und sterben ohne Hilfe meistens innerhalb weniger Stunden oder Tage.



In manchen Regionen der Erde, wie z.B. in Europa, handelt es sich bei den gestrandeten Walen und Delfinen in der Regel um Einzeltiere und der Großteil der gestrandeten Tiere ist alt, krank oder verletzt. Im Gegensatz zu anderen Regionen, z.B. Neuseeland, wo häufig Gruppen von Tieren stranden, die meistens absolut gesund scheinen.

Für Strandungen können nach unserem heutigen Wissen unterschiedliche Ursachen ausschlaggebend sein. Je nach Rahmenbedingungen unterscheidet man verschiedene Arten von Strandungen:

1. Einzelstrandungen:
Es handelt sich vielfach um lebende oder erst vor kurzem gestorbene Tiere, die stranden, weil sie alt, krank, verletzt und/oder desorientiert sind. Tote Tiere können eines natürlichen Todes gestorben oder in Netzen erstickt bzw. ertrunken sein (meistens sind dann die charakteristischen Verletzungen verursacht durch Netze sichtbar bzw. Reste der Netze haben sich am Körper verfangen).

2. Mehrfachstrandungen:
Es handelt sich dabei um lebende oder erst vor kurzem gestorbene Tiere derselben Art, die in einer Gruppe stranden. Dies ist typisch für jene Arten, die einem Leittier folgen und deren Gruppe durch enge soziale Bindungen organisiert ist. Pilotwale sind für diese Art der Strandung ein gutes Beispiel. Bei Strandungen von Pilotwalen wird oft eine Orientierungsschwäche des Leittiers vermutet. Außerdem können auch kranke oder verletzte Tiere den Rest des Pods Richtung Strand leiten. Pilotwal-Gruppen können auch relativ leicht an den Strand getrieben werden, was man sich beim „Grind“, der grausamen Jagd auf Pilotwale auf den Färöer Inseln, zunutze macht.

Auch Krankheiten können bewirken, dass Tiere derselben Art stranden. In letzter Zeit erregte eine Serie von Delfin-Strandungen in Europa Aufsehen, wo alte kranke oder sterbende Tiere am Strand gefunden wurden.

Stranden Gruppen verschiedener Arten gemeinsam, könnte das bedeuten, dass diese Tiere gemeinsam ziehen. Bei diesen Strandungen kann eine starke und weit reichende Störung stattgefunden haben, die die Tiere Richtung Strand trieb. Dies dürfte auch der Fall gewesen sein, als vor ein paar Jahren Schnabelwale (verschiedene Arten) in großer Zahl auf den Kanarischen Inseln strandeten und man militärische Übungen der Marine vor der Küste nachweisen konnte.

Auch die Fischerei ist oft für Gruppen von toten Walen und Delfinen – auch verschiedener Arten – am Strand verantwortlich. Diese Tiere sterben als so genannter „Beifang“ in den Netzen der Fischindustrie.



Wenn bei einer Strandung auch Arten wie Fische oder marine Wirbellose beteiligt sind oder wenn sehr viele verschiedene Arten zu finden sind, kann auf ein besonders starkes Ereignis – z.B. eine Explosion oder ein chemisches Unglück – geschlossen werden.


Militärische Aktivitäten als Strandungsursache?

Militärische Aktivitäten im Meer stellen eine bedeutende Lärmquelle dar und sind somit ein wichtiger Störfaktor für die Meereslebewesen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das derzeit von der Navy getestete Low Frequency Active Sonar (LFAS) System mit einigen Massenstrandungen von Meeressäugern in Zusammenhang steht.



Die WDCS zeigt das Problem von durch Menschen erzeugtem Lärm im maritimen Lebensraum seit mehreren Jahren auf. Das Meer ist von Natur aus eine laute Umgebung und bis vor wenigen Jahren dominierte das natürliche Geräusch von schnalzenden Krebsen und anderen marinen Tieren diesen großteils dunklen und unergründlichen Lebensraum.

Wale und Delfine sind in der Ausübung ihrer Lebensgewohnheiten von Tönen abhängig. Sie benutzen Töne, um zu kommunizieren, um sich zu orientieren und zum Aufspüren von Nahrung. Es wird vermutet, dass der riesige Blauwal (er stellt mit bis zu 30 Metern Körperlänge und einem Gewicht von bis zu 120 Tonnen das größte lebende Säugetier auf der Erde dar) auf Entfernungen über 1000 km kommunizieren kann.

Schiffsverkehr, Öl- und Gasgewinnung und ähnliche menschliche Aktivitäten haben in den letzten Jahren zu einer immer größeren Lärmbelastung im Meer geführt. Die vielleicht am meisten Besorgnis erregende Lärmquelle ist jene von militärischen Aktivitäten im Meer. Bereits seit vielen Jahren ist bekannt, dass militärische Aktivitäten im Meer eine bedeutende Lärmquelle darstellen und somit ein wichtiger Störfaktor für die Meereslebewesen sind.

In gleichem Maße, wie sich die Technologien weiter entwickeln, steigen die Bedrohungen für die Meereslebewesen. Die Entwicklung von Sonarsystemen, die andere Schiffe in großer Entfernung orten sollen, stellt eine neue Bedrohung dar. Die US Navy entwickelt derzeit ein System, genannt LFAS (Low Frequency Active Sonar), um feindliche Unterseeboote aufzuspüren. Es werden extrem starke Schallwellen (um 235 dB) im niedrigen Frequenzbereich ins Meer gesandt, deren Reflexionen mit SURTASS (Surveillance Towed Array Sensor System) gemessen werden können. Organismen, die sich in unmittelbarer Nähe des LFAS-Transmitters befinden, werden dabei getötet.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass einige Massenstrandungen von Walen und Delfinen in direktem Zusammenhang mit den militärischen Aktivitäten stehen.

Im Jahre 1991 strandeten an der Küste von Fuerteventura und den benachbarten Kanarischen Inseln insgesamt 24 Schnabelwale (Gervais-Zweizahnwale, Cuvier-Schnabelwale und andere Schnabelwalarten) (Simmonds and Lopez-Jurado, 1991). Nicht weit von den Strandungen entfernt wurden militärische Manöver beobachtet.
Im Jahr 1996 strandeten 12 Cuvier-Schnabelwale in Griechenland (Frantzis, 1998), während zur selben Zeit in unmittelbarer Nähe militärische Aktivitäten stattfanden.

In der Woche von 13. – 17. März 2000 strandeten auf den Bahamas 17 Wale (darunter waren ein Minkwal, Cuvier-Schnabelwale, Blainville-Schnabelwale und ein Atlantischer Fleckendelfin) – zur selben Zeit führte die Navy ihre LFAS-Tests im Rahmen des LWAD-Programms (Littoral Warfare Advanced Development) durch. Mindestens neun der gestrandeten Tiere starben, die noch lebenden Tiere konnten von Rettungsmannschaften wieder ins Meer zurückbegleitet werden. Einige Tiere wiesen blutunterlaufene Augen, Blut im Gehirn und Lungenschäden auf, es konnten auch Verletzungen des Gehörorgans bei einigen Tieren festgestellt werden; all dies weist nach Meinung der vor Ort anwesenden Wissenschaftler auf eine Explosion oder ein ähnlich starkes akustisches Ereignis hin. Die ins Meer zurückgeleiteten Tiere waren alle in guter körperlicher Verfassung, machten jedoch einen orientierungslosen Eindruck. Dies schließt eine Strandung der Tiere verursacht durch Krankheit (z.B. hervorgerufen durch Parasiten) oder aus Schwäche (wegen Nahrungsmangel) aus. Der Meeresbiologe Ken Balcomb, der seit 9 Jahren um die Insel Abaco, Bahamas, Wale studiert, meinte, dass die Strandung schon eines einzelnen Wales auf den Bahamas ein sehr seltenes Ereignis sei. Die Strandung von 17 Tieren unterschiedlicher Arten ist daher mit größter Wahrscheinlichkeit auf eine gemeinsame Ursache zurückzuführen. Die Tatsache, dass sich unter den gestrandeten Tieren so viele tieftauchende Schnabelwale befanden, ist ebenfalls auffällig.

Die Untersuchungen an den toten Tieren lieferten Ergebnisse (blutunterlaufene Augen, Blut im Gehirn und Lungenschäden, sowie Verletzungen des Gehörorgans), die eindeutig auf eine entfernte Lärmquelle oder Explosion als Ursache für die Strandungen weisen, erklärte Darlene Ketten, eine Gehörspezialisten im Woods Hole Oceanographic Institute. Sie war gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern an der Erstellung eines Berichtes für die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOOA) über die Massenstrandung auf den Bahamas beteiligt.

Frau Ketten meinte, dass die Wale bis auf die erwähnten Verletzungen in guter körperlicher Verfassung waren, es wurden keine Anzeichen von Krankheit, Unterernährung oder Vergiftung festgestellt. Bei allen untersuchten Schnabelwalen wurden Schädigungen des Gehörgewebes festgestellt. Die Tiere haben etwas wie sehr starke Kopfschmerzen verspürt – Menschen würden bei derartigen Schmerzen ins Krankenhaus eingeliefert werden, sagt Frau Ketten.

Die Navy experimentierte im letzten Jahrzehnt mit verschiedenen hochintensiven und niedrigfrequenten Sonarsystemen, die starke Druckwellen unter Wasser zur Folge haben. Diese Systeme werden benötigt, sagt die Navy, um die wachsende Zahl von diesel-elektrischen Unterseebooten aus feindlichen Ländern zu orten. In den letzten 10 Jahren investierte die Navy $ 350 Millionen in die Entwicklung solcher Sonarsysteme.

In den Monaten Mai und Juni 2000 führte die Nato militärische Manöver im Mittelmeer durch. Die Übungen fanden in dem Gebiet statt, in dem es im Jahr 1996 während militärischer Aktivitäten zur Strandung von 12 Cuvier-Schnabelwalen kam. Anfang Juni 2000 strandete wiederum ein Cuvier-Schnabelwal auf der griechischen Insel Zakynthos. Wissenschaftler zeigten sich über die Abhaltung der militärischen Manöver besorgt. Obwohl diese Strandung erneut mit militärischen Manövern in Zeit und Ort zusammenfällt, gibt es zu wenig Daten, um Schlussfolgerungen zu ziehen. Alle Anfragen der Wissenschaftler bezüglich der Verwendung von LFAS (Low Frequency Active Sonar) blieben von Seiten der Nato unbeantwortet.

Im Jahr 1997 führte die US Navy ein wissenschaftliches Forschungsprogramm durch, welches im speziellen die Auswirkungen des LFA-Sonarsystems auf einige Bartenwalarten testen sollte. Diese Studie beinhaltete drei kurze, intensive Teilstudien, von denen jede einzelne nur wenigen Wochen dauerte. Die erste Teilstudie beschäftigte sich mit Reaktionen von Blau- und Finnwalen bei der Nahrungsaufnahme vor Südkalifornien. Die zweite Teilstudie untersuchte Reaktionen von migrierenden Grauwalen vor Zentralkalifornien und das dritte Projekt umfasste Beeinträchtigungen von Buckelwalen in den Gewässern vor Hawaii, in die die Buckelwale jährlich ziehen, um ihre Jungen zu gebären und aufzuziehen. Alle drei Studien beinhalteten das Senden von niedrigfrequenten Schallwellen auf ausgesuchte Individuen und das Erfassen ihrer Reaktionen auf eine solche Lärmbelastung. Die Ergebnisse der Studien sind bisher noch nicht veröffentlicht worden, erste Analysen sollen jedoch Reaktionen für jeden der Teilbereiche gezeigt haben.

Selbst wenn ein Tier auf den ersten Blick nicht auf den Lärm reagiert, bedeutet das nicht unbedingt, dass es nicht gestresst und nicht beeinträchtigt ist. Es mag nützliche Informationen liefern, wenn man Änderungen im Verhalten der Tiere berücksichtigt. Das Erkennen von signifikanten Verhaltensreaktionen von Walen und Delfinen auf Lärm wird jedoch durch eine ganze Reihe von methodischen Problemen erschwert. Es setzt voraus, dass das normale Verhalten der Tiere in den speziellen Umständen, in denen sie dem Lärm ausgesetzt sind, gut bekannt ist und dass Verhaltensänderungen messbar sind. Es setzt ebenfalls voraus, dass die Forscher diese Verhaltensänderungen wahrnehmen können; dies wird besonders erschwert durch die Tatsache, dass die Tiere soviel Zeit außer Sicht verbringen.

Subtile Verhaltensreaktionen beinhalten Änderungen in der Atemsfrequenz, sowie in Oberflächen- und Tauchintervallen, oder Änderungen der Aktivitäten: zum Beispiel kann ein ruhendes Tier beginnen zu tauchen oder sich fortzubewegen. Weitere leichter erkennbare Reaktionen sind Änderung der Fortbewegungsrichtung oder das Wegbewegen von der Lärmquelle und Vermeiden des oder Ausschluss aus einem Gebiet, das biologische Bedeutung für die Wale und Delfine hat.

Lärm spielt eindeutig eine bedeutende biologische Rolle, wenn die Tiere dadurch ein Gebiet für lange Zeit verlassen, das als Nahrungs-, Fortpflanzungs- oder Aufzuchtsgebiet von Kälbern wichtig ist.

Die WDCS ist im Besonderen besorgt über mögliche Auswirkungen im Zusammenhang mit dem militärischen LFA-Sonarsystem. Auch die Tatsache, das die Navy den Auswirkungen ihrer militärischen Aktivitäten im Meer auf das gesamte Ökosystem Meer so wenig Beachtung schenkt, bereitet uns Sorgen.

Die Verwendung des LFA-Sonarsystems in den Ozeanen der Welt könnte führen zu:

Änderungen in Verteilung und Vorkommen von Fischarten, die als Nahrung von Walen und Delfinen in Frage kommen; dies würde die Überlebenschance der Tiere beträchtlich senken Reduzierter Lebensfähigkeit von Walen und Delfinen sowie Störung ihrer Fortpflanzung, was wiederum zu geringeren Überlebenschancen von ganzen Populationen führt Störungen von lebenswichtigen biologischen Verhaltensmustern, wie Nahrungsaufnahme, Aufziehen von Kälbern, Fortpflanzung und Kommunikation
Physischem und psychischem Stress, der eine höhere Anfälligkeit auf Krankheiten bewirkt Temporärem oder permanentem Verlust des Gehörsinns sowie Schäden des Gehörsinns Tod, hervorgerufen durch interne Gewebeschäden, Taubheit oder durch Stress ausgelöste Krankheiten.

Die WDCS ist der Meinung, dass die zurzeit laufenden Untersuchungen von möglichen Auswirkungen des LFA-Sonarsystems auf Meeressäuger und den marinen Lebensraum unzulänglich sind. Selbst das von der Navy in den Jahren 1997/98 durchgeführte Forschungsprogramm ist noch nicht fertig ausgewertet worden.

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